Russland will „genfreie“ Lebensmittel, wieso nicht Deutschland?

Weil man mir vorwirft, ich würde Propaganda für Russland machen, hier eine schlechte Nachricht aus dem bösen Russland. Die russische Regierung lehnt jede Form von gentechnisch modifizierten Organismen (GMOs) ab, sagte der russische Vizepremier Arkady Dvorkovich anlässlich des Internationalen Wirtschaftsforums, welches zwischen dem 18. und 20. Juni in St. Petersburg stattfand. Er erzählte den Teilnehmern, Russland hat einen „anderen Weg gewählt“ und wird „diese (Gen-)Technologien nicht verwenden„, um die landwirtschaftliche Produktion zu erhöhen. Denn Russland hat genug Landfläche für einen natürlichen Anbau, was laut Dvorkovich, die Lebensmittel im Land zu den „saubersten der Welt“ macht. Russland ist nämlich der festen Überzeugung, GMOs verursachen Gesundheitsschäden, wie Missbildungen bei Babys und Krebs.

Diese Ankündigung stimmt mit der Forderung von Präsident Putin überein, der 2014 bereits gesagt hat, die russischen Bürger müssen vor GMOs geschützt werden. Russland ist mittlerweile führend in der Säuberung seiner landwirtschaftlichen Fläche von allen Giftstoffen aus der Vergangenheit, sei es Pestizide oder sonstige schädlichen Stoffe. Die Vizepräsidentin der russischen nationalen Vereinigung für genetische Sicherheit, Irina Ermakova, sagte folgendes über das Thema:

Es ist nicht nur in Russland bewiesen worden, sondern in vielen anderen Ländern der Welt, GMOs sind gefährlich. Der Verzehr von GMOs kann zu Tumoren, Krebs und Übergewicht bei Tieren führen.“ Wenn die Amerikaner unbedingt GMOs wollen, dann sollen sie es tun, nur die Russen bevorzugen natürlich gewachsene Lebensmittel.

Auch der russische Premierminister Dmitri Medwedew verkündete vergangenes Jahr, Russland würde nicht länger irgendwelche GMO-Produkte importieren. Er sagte als Erklärung, Russland hat mehr als genug Landwirtschaftsfläche und Ressourcen, um Bio-Anbau zu betreiben, sicher und sauber, ohne der Notwendigkeit für patentiertes Saatgut, dass von Agrarkonzernen mit Genmanipulation gezüchtet wird und nur mit ihren eigenen passenden Breitbandherbizide überhaupt wächst.

Er sagte: „Wenn die Amerikaner gerne GMO-Produkte essen wollen, dann lasst sie es essen. Wir müssen das nicht machen, denn wir haben genug Raum und Gelegenheit organisch gesunde Lebensmittel zu produzieren.

Ja, diese bösen russischen Politiker, die sich Sorgen um die Gesundheit der Bevölkerung machen. Kopfschüttel. Das ist unmöglich und inakzeptabel. Die haben gefälligst auch so zu sein wie ihre westlichen Kollegen, welche sich kaum gegen den Genfrass und Frankenfood stellen und nur die Interessen der Agrarmultis wie Monsanto und Syngenta vertreten. Schliesslich geht das Wohlergehen der Konzerne vor und die Profitmaximierung sowieso. Ausserdem sind sie die grossen Wahlkampfspender, die man nicht vergraulen darf.

Also in Russland möchte ich nicht leben, denn ich finde es unerhört, wie man dort den Menschen die Freiheit nimmt, gentechnisch veränderter Feldfrüchte zu konsumieren. Da haben wir es doch im „freien Westen“ viel besser. Wir können zwischen Bio und GMO wählen, das ist FREIHEIT!

… Sorry, nein, können wir nicht, denn die Politiker haben die deutliche Bezeichnung der GMO-Produkte als solche abgelehnt.

Hör ich jetzt ganz laut, GEKAUFTE POLITIKER und KORRUPTION?

Ach keine Spur. Am 6. Januar 2005 wurde gegen Monsanto ein Bussgeld in Höhe von 1,5 Millionen US-Dollar verhängt, da der Konzern von 1997 bis 2002 mindestens 140 Regierungsbeamte in Indonesien bestach, um die für die Einführung der Bt-Baumwolle-Sorte ‘Bollgard’ seitens der indonesischen Regierung geforderte Umweltrisikoabschätzung zu unterlaufen. Dabei flossen Bestechungsgelder in Höhe von 700’000 US-Dollar mit denen unter anderem Bücher und Rechnungen gefälscht wurden.

Die Wissenschaftler sind auch nicht gekauf!

Als die Bundesanstalt für Landwirtschaft den Verkauf der gentechnisch veränderten Maissorte MON810 2009 in Deutschland verboten hatte, protestierten gegen diese Entscheidung „renommierte“ deutsche Wissenschaftsorganisationen (u.a. Helmholtz-Gemeinschaft, Fraunhofer-Gesellschaft, Max-Planck-Gesellschaft, Deutsche Forschungsgemeinschaft, Leibniz-Gemeinschaft) in einer gemeinsamen Erklärung.

Die US-Regierung übt auch keinen Druck aus!

Kurz nach dem Entscheid, den Anbau von MON810 auf deutschen Feldern nicht mehr zuzulassen, bestellte der Handelsvertreter der Vereinigten Staaten Ron Kirk den deutschen Botschafter Klaus Scharioth in Washington ins Ministerium ein, wo er das Missfallen der US-Regierung über das Verbot von MON810 zum Ausdruck brachte. Ausserdem, wie die von Wikileaks veröffentlichen US-Botschaftsdepeschen zeigen, haben US-Diplomaten für Monsanto gearbeitet und sich auf dessen Bitte offiziell für eine weniger restriktive Gentechnikpolitik weltweit eingesetzt.

Der Eichhörnchentest:

Der kürzere Kolben ist genmanipulierter Mais und der längere normaler Mais. Linkes Bild ist vor dem Test und das rechte Bild zeigt welchen Kolben sie leergefressen haben. Sie haben kurz probiert und den Gen-Mais dann verschmäht.

Die Eichhörnchen wissen was gut für sie ist und was schlecht!

Quelle: Freeman vom 17.05.2015
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