An wen verkauft der IS tatsächlich das Öl?

Nach einigen aufwendigen Recherchen ist mir jetzt klar, warum die westlichen Mainshitmedien und die Volkszertreter kaum die Frage stellen, wer kauft das vom Islamischen Staat gestohlene syrische und irakische Öl und wie gelangt es überhaupt an die Käufer? Es sind sehr viele Parteien involviert, die von diesem illegalen Geschäft und von der Hehlerei mit gestohlener Ware profitieren und damit viel Geld machen. Der Hauptgrund aber für das Schweigen des Westen ist die Tatsache, jetzt haltet euch fest, das IS-Öl landet in Israel. Ja, wird für den Eigenbedarf benutzt und auch nach Europa verkauft, wo es dann an unseren Tankstellen in unsere Autos gefüllt wird. Aber alles der Reihe nach, angefangen mit etwas Vorgeschichte.

A Syrian policeman checks the papers of
Am 28. November 2013 reisten Nechirvan Barzabi, der Premierminister der Irakisch-Kurdischen Regionalregierung (KRG), sein Vizepremier Imad Ahmed und der Minister für Naturressourcen, Ashti Hawrami, nach Ankara und trafen dort den damaligen türkischen Ministerpräsidenten Recep Tayyip Erdogan und den Minister für Energie, Taner Yildiz. Es wurde eine Vereinbarung zwischen der Türkei und KRG unterzeichnet, über den Export von Öl und Gas aus dem kurdischen Nordirak in die Türkei. Die Zentralregierung des Irak in Bagdad sollte auch ihren Anteil an den Einnahmen dabei bekommen.

Bereits 2012 wurde mit dem Bau der Erbil-Türkei-Pipline begonnen, die für den Transit des Öl und Gas aus dem Nordirak an die türkische Küste vorgesehen ist, zum Verladehafen Ceyhan am Mittelmeer. Erbil ist die Hauptstadt und zugleich auch der Sitz der Regierung der Autonomen Region Kurdistan im Irak. Zudem ist Erbil die Hauptstadt des gleichnamigen Gouvernements Erbil und Wirtschafts- und Handelszentrum Kurdistans.

Mit der oben genannten Vereinbarung zwischen der Türkei und den Kurden, wurde der Export von nordirakischen Öl und Gas sozusagen „legalisiert“ und Kurdistan bekam einen eigenen Weg, Öl direkt zu exportieren. Anfang 2014 wurde die Pipeline von der britischen Firma Genel Energy Plc in Betrieb genommen. Sie hat eine Kapazität von 10 bis 12 Millionen Fass pro Monat.

Die Genel Energy ist an der Londoner Börse gelistet und hat seine Zentrale in London, sowie Produktionsbüros in Ankara und Erbil. Die Firma ist der grösste unabhängige Ölproduzent und grösste Besitzer von Ölreserven in der kurdischen Region des Irak. Chef der Firma ist Tony Hayward, formals Chef von BP, der wegen der Deepwater Horizon Katastrophe im Golf von Mexiko gefeuert wurde.

Jetzt dürft ihr drei Mal raten, wer im Vorstand von Genel Energy sitzt und wer der Hauptinvestor ist? Es ist Nathaniel Rothschild, Sohn des britischen Bankiers Jacob Rothschild, der wiederum ein enger Freund von Henry Kissinger ist.

Jacob Rothschild ist an der Genie Energy beteiligt, die 2013 das Recht bekam, am südlichen Teil der von Israel besetzten und zu Syrien gehörenden Golanhöhen nach Öl zu suchen. Am 7. Oktober verkündete Genie Energy, sie hätten durch Probebohrungen ein grosses Ölvorkommen gefunden, welches in die Milliarden von Fass gehen soll.

Im August 2015 brachte die Financial Times einen Bericht heraus in dem steht, Israel bezieht bis zu dreiviertel seines Ölbedarfs aus dem irakischen Kurdistan. Geliefert wird das Öl mit Tankschiffen vom türkischen Hafen von Ceyhan zum israelischen Hafen von Ashod. Die israelische Zeitung The Jerusalem Post brachte die gleiche Meldung und schrieb damals:

Zwischen Mai und 11. August wurden 19 Millionen Fass Öl von Kurdistan nach Israel importiert, was 1 Milliarde Dollar entspricht. Israel hat einen Bedarf von 240’000 Fass pro Tag, das kurdische Öl macht demnach 77 Prozent des israelischen Öl in dieser Zeitspanne aus.

Die KRG sagt nicht, ob sie das Öl ‚direkt oder indirekt‘ an Israel verkauft, obwohl ein kurdischer Berater sagte, ‚wir kümmern uns nicht darum, wo das Öl hingeht, nachdem wir es den Händlern geliefert haben. Unsere Priorität lautet, Cash zu erhalten, um die Peshmerga im Kampf gegen die ISIS zu finanzieren und um die Gehälter der Beamten zu bezahlen.

Der Rest des israelischen Ölbedarfs wird Berichten nach von Russland, Aserbaidschan und Kasachstan gedeckt, obwohl Israel keine offizielle Information darüber herausgibt.“

Die JPost schreibt dann abschliessend: „Kurdistans Anteil am internationalen Markt wächst, weil Italien, Griechenland und Frankreich auch mehr und mehr Öl von den Kurden beziehen.

Um zu rekapitulieren, wir wissen jetzt, die Türkei und das irakische Kurdistan haben einen Vertrag abgeschlossen, über den Export von irakischen Öl in die Türkei. Das Öl kommt über eine Pipeline an die Küste, an der Nathaniel Rothschild Mitbesitzer ist. Danach wird es von den türkischen Häfen Ceyhan, Mersin und Dortyol aus verschifft. Ein Grossteil geht nach Israel, wird aber auch von europäischen Ländern gekauft.

Was aber seit einiger Zeit passiert, das von der ISIS gestohlene syrische und irakische Öl wird unter der Deckung dieser Vereinbarung zwischen den Kurden und Türken exportiert. Es wird als kurdisches Öl deklariert und gelangt so in die Türkei. Dreh und Angelpunkt bei dem illegalen Handel mit gestohlenen Öl sind die Grenzstädte Zahko auf irakisch-kurdischer Seite und Silopi auf türkischer.

Alle beteiligten auf beiden Seiten der Grenze wissen, es handelt sich um „IS-Öl“, werden aber mit Schmiergeld bestochen, um die Augen zu schliessen.

Das syrische Öl wird aus den Quellen rund um Dei Ezzor mit Tausenden von Tanklastwagen zur Grenzstadt Zahko transportiert und das irakische Öl von Mossul nach Zahko. Die Städte und Regionen von Dei Ezzor und Mossul stehen unter der Kontrolle der ISIS.

Der Islamische Staat verkauft das irakische und syrische Öl zu einem sehr niedrigen Preis an kurdische und türkische Schmuggelbanden, die es auf Papier als Öl der kurdischen Regionalregierung deklarieren. Es gelangt dann „legal“ in die Türkei, von wo es durch Mittelsmännern nach Israel gebracht wird.

Auf die Tatsache angesprochen, „ihr Öl“ landet in Israel, sagen Vertreter des IS, sie verkaufen es nicht mit Absicht dorthin, sondern dafür sind die Agenten entlang der ganzen Transportroute verantwortlich, die es auf den internationalen Markt bringen.

Die von IS besetzten Ölfelder produzieren sieben bis acht Stunden am Tag und die Produktion wird von irakischen Arbeitern und Technikern aufrechterhalten, die schon vorher den Betrieb durchführten und jetzt unter Zwang der ISIS arbeiten. Deren Familien Vorort werden als Geiseln gehalten.

Es stellt sich daraus die Frage, warum das US-Militär und die von Washington geführte Antiterrorkoalition NICHT die Ölförderanlagen des IS bombardiert und damit die Einnahmequelle für die Terroristen stoppt? Die Antwort des US-Regimes lautet, weil man Umweltschäden durch die Zerstörung der Anlagen befürchtet. Eine lächerlich Ausrede!

Das sind die über 1’000 IS-Tanklastwagen, welche
die Amerikaner seit 2 Jahren nicht finden

Nachdem das Öl gefördert und in Tanklastwagen gefüllt wird, fahren diese nach Zakho, 88 Kilometer nördlich von Mossul. In der Grenzstadt Zakho kommen die IS-Tanklastwagen in Kolonnen von bis zu 100 an und sie werden von den Schmuggelbanden in Empfang genommen, eine Mischung aus syrischen und irakischen Kurden, plus einigen Türken.

Vertreter des IS verkaufen das Öl in einer Versteigerung an den Meistbietenden, denn die Konkurrenz unter den Schmuggelbanden ist gross. Oft kommt es zu Morden unter den Banden. Der höchste Bieter zahlt zwischen 10 bis 25 Prozent des Kaufpreises in Bar – in US-Dollar – an den IS. Der Rest wird später auf türkische Bankkonten eingezahlt.

Die Lastwagenfahrer übergeben die Fahrzeuge an türkische Kollegen, die entsprechende Genehmigungen und Exportpapiere besitzen, um die Grenze in die Türkei passieren zu können. Die ursprünglichen Fahrer bekommen leere Tanklastwagen und fahren zurück in das vom IS kontrollierte Gebiet.

Vor der Grenzüberquerung laden die Schmuggelbanden das Rohöl in rudimentäre Raffinerien um, wo das Öl aufgeheizt und einen einfachen Prozess durchläuft. Dann wird es wieder aufgeladen und über die Grenzstation Ibrahim Khalil in die Türkei gebracht.

Der Grund für diese „Raffinierung“ ist, weil die türkischen Behörden kein Rohöl über die Grenze erlauben, wenn es nicht direkt von der irakischen Regierung genehmigt wird. Die grobe Verarbeitung ermöglicht es Papiere zu bekommen, die das Öl als Öl-Nebenprodukt deklarieren, was über die Grenze darf.

Die türkischen Grenzbeamten erhalten hohe Summen an Bestechungsgeld von den Schmuggelbanden, damit der Grenzübertritt reibungslos funktioniert. Wenn in der Türkei angelangt, fahren die Tanklastwagen nach Silopi, wo wieder andere Aufkäufer warten. Wie zum Beispiel, der grösste Ölhändler mit Namen Hajji Farid.

Farid hat eine griechische und israelische doppelte Staatsbürgerschaft und ist der „Boss“ des Ölhandels in Silopi. Er wird von schwerbewaffneten Bodyguards beschützt. Farid ist Besitzer einer Import-Export-Lizenz und er vermittelt die Geschäfte zwischen den Schmuggelbanden und den Ölfirmen, die das Öl nach Israel transportieren.

Einmal in der Türkei angelangt, ist das „IS-Öl“ nicht mehr vom Öl der kurdischen Regionalregierung unterscheidbar, da beide unter der Bezeichnung „illegal“, „Quelle unbekannt“ oder „nicht lizenziert“ laufen. Das heisst, die Firmen die KRG-Öl kaufen, kaufen auch das geschmuggelte „IS-Öl“.

Wenn das Öl in Israel ankommt, wird es an Mittelmeerländer als „legales Öl“ weiterverkauft, wo in Raffinerien die verschiedenen Endprodukte für die Verbraucher produziert werden. Israel selber hat keine eigenen Raffinerien und kauft die Endprodukte dann zurück.

Das meiste Öl wird an eine italienische Raffinerie verkauft, wo es dann nach der Verarbeitung als Benzin und Diesel in den europäischen Tankstellen landet. Der attraktive niedrige Preis macht das Geschäft lukrativ, obwohl alle wissen, es handelt sich um gestohlenes Öl der Terroristen, die sich damit finanzieren.

Israel ist der grösste Vermarkter von „IS-Öl“ geworden. Ohne ihre aktive Beteiligung am Aufkauf und am Export, würde das Öl nur zwischen Irak, Syrien und der Türkei kursieren. Nur durch israelische Händler kommt es „legal“ auf den internationalen Markt.

Wie bekommt der IS das Geld für das Öl und was passiert damit?

Wie oben erwähnt, erhält der IS bis zu 25 Prozent der Kaufsumme in Bar von den Schmuggelbanden. Den Restbetrag zahlen die Ölhändler auf Konten von anonymen Personen und Firmen bei türkischen Privatbanken ein. Das Geld wird dann über Geldwechsler in Bargeld umgewandelt und landet dann in Mossul und Raqqa, die „Hauptstädte“ des IS im Irak und Syrien.

Mit dem Geld auf den Bankkonten werden auch Waren gekauft, die in die vom IS kontrollierten Gebiete importiert werden. Ein Teil der Waren werden dann verkauft und so in Bargeld umgewandelt. Andere Waren werden für den Eigenverbrauch benötigt. So finanziert sich der Islamische Staat.

Wie wir aus den Berichten von Jürgen Todenhöfer wissen, der den Islamischen Staat besuchte, prahlt der IS damit, Waffen und Munition von den sogenannten gemässigten Terroristen und von den Kurden kaufen zu können. „Für Geld bekommt man alles„, wird die IS zitiert. Die „Lieferanten“ bekommen wiederum die Waffen grosszügig gratis von westlichen Regierungen, für den angeblichen Kampf gegen den IS.

Mein Fazit liebe Leser:

Wenn ich das alles herausfinden und Euch mitteilen kann, wie dieses kriminelle System funktioniert, dann wissen alle westlichen Regierungen und Geheimdienste es schon lange. Speziell die türkische Regierung muss wissen, was an ihrer Grenze abgeht und über ihr Territorium läuft.

Ohne der Duldung durch die türkischen Sicherheitsbehörden, können die Schmuggelbanden und Vermittler gar nicht operieren und ihre Geschäfte mit dem gestohlenen „IS-Öl“ machen. Ohne türkische Banken und Geldwechsler, kommt der IS gar nicht an die Einnahmen.

Wie kann dann Erdogan den unwissenden Scheinheiligen spielen? Entweder hat er seinen „Laden“ nicht im Griff, oder er weiss sehr genau Bescheid. In beiden Fällen müsste er zurücktreten.

Es ist natürlich nur reiner Zufall, dass der Sohn von Erdogan und andere Mitglieder der Familie, mit der in Malta registrierten Firma BMZ eine Flotte von fünf Öltankern besitzen, welche „kurdisches“ Öl von der Türkei aus übers Mittelmeer transportieren. Die Namen der Schiffe lauten: Mecid Aslanov, Begim Aslanova, Poet Qabil, Armada Breeze und Shovket Alekperova.

Wer Lust und Zeit hat, kann auf der Webseite MarineTraffic sich die aktuelle Position und letzte Route der Schiffe anschauen und live verfolgen.

Im folgenden Video, aufgenommen von einer russischen Drohne, sieht man wie in der Nähe der türkischen Stadt Reyhanli völlig unkontrolliert Lastwagen die syrisch-türkische Grenze passieren:

Quelle: 02. 12.2015 , von Freeman

 

 

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